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Schalmeienclub Überlingen am Ried 1978 e.V.      

Chronik

Es war einmal .... so könnte man beginnen.

 

Es waren einmal ein paar Leute, die 1977 in Ravensburg unterwegs waren und dort Schalmeien spielen hörten. Sie waren so begeistert, dass sie beschlossen in Überlingen einen Schalmeienclub zu gründen. Doch bis dorthin war es noch weit. Zuerst mussten Instrumente beschafft werden. Es wurde ein Kegelclub gegründet und die Einsätze, die dort erspielt wurden, kamen in eine Kasse. Nachdem man ein sogenanntes Grundkapital erspielt hatte, wurden die Instrumente bestellt, die von den 10 Mitgliedern durch persönliches finanzielles Engagement bezahlt wurden. Auch der Gastwirt vom „Kreuz“ griff finanziell mit einem zinslosen Darlehen unter die Arme um den Verein aufzubauen. Vereinsgründung war 1978, wo sich der Verein ins Vereinsregister als eigenständiger Verein eintragen ließ.  Gesagt, getan, packen wir’s an, Lieder wurden gelernt und fleißig für den ersten Auftritt geübt, der am Radolfzeller Hemdglonkerumzug 1979 war. Von da an ging’s bergauf. Den Überlinger Bürgern wurde der neugegründete Verein am Fasnachtssonntag 1979 vorgestellt, wo er am Dorfumzug mitspielte. Der Überlinger Schalmeienclub war der Erste im Raume Hegau u. westlicher Bodensee. Nachdem der Verein sich gefestigt hatte, wurden Uniformen angeschafft, die von der Fa. Negele, Tübingen entworfen wurden. Eine offizielle Uniformweihe mit Hl. Messe und anschließender Feier im Jahre 1980. Es musste Geld verdient werden, damit die Instrumente und Uniformen bezahlt werden konnten. Deshalb wurde seit 1979 jährlich das Waldfest, sofern das Wetter mitspielte, durchgeführt. Zum 5-jährigen Bestehen wurde dann ein Festzelt aufgebaut und der noch junge Geburtstag mit vielen anderen Schalmeiengruppen gefeiert. Viele Auftritte, im „Gau“ und darüber hinaus, folgten. Wir spielten an Straßenfesten, Fasnacht, Waldfesten, überall, wo wir engagiert wurden und hatten viel Freude daran, unsere Musik weiterzutragen. Zum 10-jährigen Bestehen stellten wir wieder ein Festzelt auf und luden auf Sonntag viele Schalmeiengruppen ein, die einen Sternmarsch vom Dorf zum Festzelt machten. Das Zelt war brechend voll und das Publikum bedankte sich mit viel Applaus für die Auftritte der teilnehmenden Gruppen. Am Sonntag Abend hatten wir dann noch das „Orig. Alpenland Quintett“ zu Gast, das dieses Fest mit einem Super-Abend beendete. Wieder zogen ein paar Jahre ins Land, wir führten jedes Jahr, sofern es der Wettergott zuließ, unser kleines, aber feines Waldfest durch und spielten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der 15. Geburtstag rückte heran und wir beschlossen abermals ein Festzelt aufzubauen. Doch dieses Mal waren wir vom Pech verfolgt. Es regnete das ganze Wochenende, worunter wir natürlich auch zu leiden hatten. Der Umzug der Gruppen vom Dorf ins Festzelt musste ausfallen und so manche Stimmung sank wegen des Regens auf den Tiefstpunkt. Die eingeladenen Gruppen jedoch verstanden es, den Sonnenschein durch Schalmeienmusik ins Festzelt hineinzutragen, so dass wir auch dann wieder sagen konnten: „Es war ein schönes Fest!“

 

Vom 8. - 10. Mai 1998 konnten wir das 20-jährige Bestehen feiern, wozu wir wieder Schalmeien aus verschiedenen Bundesländern und dem Ausland eingeladen hatten. Wir werden unsere Schalmeienmusik weitertragen, es gibt viele Leute, die sehr gerne Schalmeien hören und deswegen größere Strecken auf sich nehmen um diese zu hören. Dies freut uns natürlich sehr. Denn der Konkurrenzkampf ist groß, wir können nicht wie ein Musikverein spielen und uns kann man auch nicht zu den Fanfarenzügen zuordnen. Deshalb fühlten wir uns lange Zeit als sogenanntes „Stiefkind“ der Musik. Vollblutmusiker sehen uns heute noch als solches an, doch wir vergleichen uns nicht mit einem Musikverein, weil wir das gar nicht können.

 

Wir spielen für alle Anlässe, nicht nur an Fasnacht, wie viele meinen. Apropos Fasnacht: Alle zwei Jahre überlegen wir uns ein neues Kostüm, das sich dann jeder selbst näht, so dass wir über die närrischen Tage vielseitig eingekleidet sind.

Uns kann man zu  Gartenfesten, Dorffesten, Geburtstagen, Hochzeiten, Vereins- und Betriebsfeiern und sonstigen Anlässen engagieren.

 

2003 - wir feierten uns 25-jähriges Bestehen in der Riedblickhalle mit vielen Gästen aus Nah und Fern. Die Fasnacht und die Auftritte unter dem Jahr runden unser Jahresprogramm ab.

 

2004 - jedes Jahr laden wir Schalmeiengruppen zum Waldfest ein. Die Termine rund um die fünfte Jahreszeit sind ausgebucht.

 

2005 - die Fasnacht und der Jahreskreis nehmen seinen Lauf.

 

2006 - ein anstrengendes Jahr für unseren kleinen Verein. Die Fasnacht verarbeitet geht es bereits an das Aussuchen des Theaterstückes, das am 23.12.2006 seine Aufführung findet. Anlässlich der 750-Jahr-Feier von Überlingen am Ried veranstalten die Überlinger Vereine ein historisches Dorffest in der Brunnenstraße. Dies bedeutet viel Engagement für diese Veranstaltung, wo kein Verein eigentlich weiß, was auf uns zukommt. Aus diesem Grunde wird das Waldfest nicht durchgeführt. Danach geht es in die Sommerpause und dann heißt es lernen, denn die Theateraufführung bedeutend ein Viertel Jahr proben, damit die Aufführung ein Erfolg wird. Parallel steht auch schon wieder die Fasnachtsaison 2007 vor der Tür.

 

2007 - beginnt mit einer sehr schönen Fasnacht-Saison. Obwohl wir im Moment keinen großen Mitgliederstand haben, so  sind doch alle zu den vereinbarten Terminen da, wofür ich den „Aktiven“ an dieser Stelle mal ein dickes Lob aussprechen muß! Der aktive Mitgliederstand macht dem Verein große Sorgen. Wir müssen einen musikalischen Termin und unser Waldfest absagen, da wir mit den momentanen Mitgliederzahlen kein Fest ausrichten können. Das Probelokal wird in Eigenleistung umgestaltet.

 

2008 - auch in diesem Jahr beginnen wir mit einer recht frühen Fasnacht. Kurz und knackig, könnte man es nennen, doch es war schön. Im Jahreskreislauf wollten wir im Juli unser traditionelles Waldfest ausführen, doch der Wettergott meinte es gar nicht gut und ließ es das ganze Wochenende regnen. Wir sagten die Veranstaltung bereits am Freitag ab, damit wir ohne Unkosten aus dem Dilemma kommen. Für das Waldfest haben wir in diesem Jahr eine Naturbühne gebaut, damit es uns die Aufbauarbeiten zum Fest wesentlich erleichtert.